20 February 2019

Eltern können das korrekte Wachstum und Heranreifen der Füße durch einfache Gewohnheiten und einige hilfreiche Maßnahmen unterstützen.

 

👍RICHTIG

 

 

  • Eltern können die Flexibilität ganz kleiner Kinder begünstigen, indem sie beim Windelwechseln mit deren Fußzehen spielen und die Füße kitzeln.
  • Bei Kindern, die bereits auf ihren Füßen stehen und laufen können, kann man die Fußmuskeln und -sehnen stärken, indem man sie zuhause so viel wie möglich barfuß laufen lässt und ihnen Schuhe nur aus Sicherheitsgründen anzieht, wenn man mit ihnen rausgeht.
  • Wenn man Kinder ins Bett bringt, sollte man sicherstellen, dass die Füße ausreichend Platz zum Strampeln und zur freien Bewegung haben.
  • Kinderfüße wachsen extrem schnell. Entsprechend wichtig ist es, dass die verwendeten Strümpfe nicht zu eng sind und die Blutzirkulation nicht beeinträchtigen. Schuhe, Boots oder Stiefel dürfen ebenfalls nicht zu klein sein, sondern müssen vielmehr immer etwas Platz vorne haben, damit sich die Fußzehen gut entwickeln können.

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Kinder, die Plattfüße haben, müssen früh durch die Verwendung von Spezialschuhen oder entsprechende vom Orthopäden verschriebene Einlagen behandelt werden.

 

👎FALSCH

 

In der frühen Kindheit, also bis zum 3. Lebensjahr, haben 80 % aller Kinder Plattfüße. Der Grund hierfür ist:

 

  • Kleine Kinder haben eine Art Fettgewebe, das dazu neigt, den Hohlraum auf der Fußsohle zu füllen.
  • extrem lange Bänder, die die verschiedenen Fußknochen zusammenhalten (Bedingungen, die die Entwicklung der platten Fußsohlenform begünstigen).
  • eine noch nicht abgeschlossene muskuläre Entwicklung.


Zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr sinkt dieser Prozentsatz auf 50 %, um dann im Erwachsenenalter nochmals auf 15 % abzufallen.
Lange Zeit wurden Plattfüße mit Spezialschuhen und Einlagen behandelt. In den letzten Jahren tendiert man jedoch dazu, Kindern normale Qualitätsschuhe anzuziehen. Ideal sind Schuhe, die der Fußsohle die Möglichkeit geben, auf einer Sohle aufzuliegen, die einen Sand-Effekt reproduziert und somit kontinuierliche geeignete propriozeptive Stimulationen bietet, die die Reifung der Fußmuskulatur unterstützen.
Ein operativer Eingriff ist ausschließlich nötig, wenn der Plattfuß derart ausgeprägt ist, dass er Schmerzen verursacht.

Jeder Orthopäde ist in der Lage, sich angemessen um alle am Fuß oder an anderen Zonen des Bewegungsapparats eines Kindes auftretende Problemen zu kümmern.

 

👎FALSCH

 

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Oftmals sind sie nicht in der Lage, ihre Symptome zu beschreiben und auf die Fragen des Arztes zu antworten. Manchmal haben sie aber auch schlichtweg keine Lust dazu oder widersetzen sich sogar der Untersuchung. Kinderorthopäden haben eine ausgeprägte Kenntnis aller in der Kindheit auftretenden Pathologien und verwenden oftmals speziell für Kinder entwickelte Diagnoseinstrumente. Ein Kinderorthopäde weiß darüber hinaus, wie er sich Kindern gegenüber verhalten muss, damit diese sich entspannen und bei der Untersuchung mitarbeiten.
Auch das Wartezimmer und die Praxis sollten kindgerecht eingerichtet sein und über Spielsachen und Kinderbücher verfügen, die ebenfalls dazu beitragen, dass das Kind der Untersuchung so entspannt wie möglich entgegenblickt.
Wenn der Kinderarzt eine orthopädische Untersuchung empfiehlt, sollten Eltern sich vergewissern, dass der betreffende Facharzt besonders viel Erfahrung im Bereich der Behandlung von orthopädischen Krankheiten bei Kindern aufweist.
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Kinderschuhe müssen sehr bewusst ausgesucht werden und Eltern müssen wissen, worauf sie bei der Wahl des richtigen Schuhs besonders achten müssen.

 

👍RICHTIG

 

Schuhe haben einen erheblichen Einfluss auf die gesunde Entwicklung der Füße und Beine und somit in Folge auch auf eine korrekte Haltung und Motorik.
Der richtige Schuh für einen im Wachstum befindlichen Fuß muss folgende Eigenschaften aufweisen:
 

  • Der Oberschuh muss weich sein, Zehenfreiheit gewährleisten und darf die Zehen nicht in einer unnatürlichen Position einengen.
  • Die Sohle muss flexibel sein, um die natürlichen Fußbewegungen zu begleiten und darf die Fußbewegung bei der normalen Bewegung und beim Rennen nicht behindern.
  • Ideal ist eine feste, rückseitige Verstärkung (auf Fersenhöhe), die dem Kinderfuß in der Lauflernphase mehr Stabilität und Sicherheit verleiht.
  • Man darf nie vergessen, dass Kinderfüße sehr schnell wachsen und im Durchschnitt 2 bis 3 Größen pro Jahr zulegen (eine Größe entspricht 6,6 mm). Folglich muss man alle drei Monate das Wachstum der Füße mithilfe einer Form oder eines Fußmessers messen, um zu verstehen, ob der Schuh noch passt oder gewechselt werden muss.