24 January 2019

Kinderfüße beschränken sich auf ausschließlich zwei motorische Funktionen: zunächst krabbeln, dann laufen und rennen.

 

👎FALSCH

 

Der Fuß hat eine sehr komplexe Struktur, bestehend aus 26 Knochen, 33 Gelenken, mehr als hundert Muskeln, Sehnen und Bändern sowie Tausenden von sensorischen Nervenenden. Wenn wir stehen dient er als Stütze, während er bei Fortbewegung eine dynamische Bewegung ermöglicht. Gleichzeitig hat der Fuß eine weitere wichtige Bedeutung: Er ist propriozeptiv.
Die propriozeptive Fähigkeit verleiht uns die Möglichkeit, ohne die Unterstützung durch die Seefähigkeit die Position unseres Körpers im Raum wahrzunehmen und zu erkennen.
Der Fuß ist das bestentwickelte propriozeptive Organ. Tatsächlich sendet er weit mehr Informationen an unser Gehirn als die Hand.
Mund und Füße sind die von Babys meist genutzten Körperteile zur Kontaktaufnahme mit der Außenwelt. Eltern wissen instinktiv, dass sie es lieben, wenn man ihnen die Füße streichelt.
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Erst wenn der Fuß Schutz vor möglichen schädlichen Vorkommnissen wie Traumata oder widrigen Witterungsbedingungen benötigt, ist der erste Schuh notwendig.

 

👍RICHTIG

 

In den ersten Monaten sind Füße im wahrsten Sinne des Wortes Sinnesorgane, mit denen das Baby über die Berührung Informationen sammelt. Entsprechend wichtig ist es, dass Kinderfüße so frei wie möglich sind und möglichst viel barfuß sind. Auch die ersten Laufversuche sollten im Idealfall barfuß erfolgen.
Selbstverständlich gilt das nur für den Wohnbereich. Nach diesen mithilfe von Mama und Papa unternommenen ersten Übungen in der Wohnung gewinnt das Kind eine gewisse Sicherheit. Jetzt ist es bereit, auch die Außenwelt zu entdecken und benötigt seine ersten Schuhe. Zur Gewährleistung korrekter Bewegungsabläufe und zum Schutz der Füße benötigt es jetzt Schuhe.

Lauflernhilfen sind zur Erleichterung der ersten Schritte in der Wohnung und zum schnellen Laufen lernen sehr hilfreich.

 

👎FALSCH

 

Die Verwendung einer Lauflernhilfe behindert die korrekte psychomotorische Entwicklung des Kindes und zwingt dieses zur Ausführung unnatürlicher Bewegungen, die eine korrekte Entwicklung von Knochen und Gelenken behindern: Die Sitzfläche der Lauflernhilfe verhindert die Bewegung des Hüftgelenks und zwingt das Kind zur Einhaltung einer fehlerhaften Position..

Die Verwendung zu enger Schuhe ist für die Entstehung eingewachsener Zehennägel verantwortlich.

 

👍RICHTIG

 

Fußnägel werden durch die Verwendung zu enger Schuhe mit Gewalt in die Haut gedrückt.
Kleine, durch das Eindringen des Nagels in die Haut verursachte Verletzungen begünstigen den Eintritt von Bakterien und damit einhergehende Infektionen.
Dringt der eingewachsene Zehennagel tiefer ein, bewirkt er darüber hinaus kann er außerdem äußerst schmerzhaft werden..

Wenn Kinder in der Lauflernphase die Füße deutlich sichtbar nach innen drehen, sollte man sofort einen Termin beim Kinderorthopäden machen.

 

👎FALSCH

 

Es ist völlig normal, dass Kleinkinder einen unsicheren Gang haben, noch nicht vollkommen gerade laufen und die Füße nach außen, aber insbesondere nach innen gerichtet aufsetzen.
. In den seltensten Fällen beeinträchtigt diese Tendenz das Laufen und im Allgemeinen verwächst sie sich.
Gelegentlich wird diese Art des Laufens fälschlicherweise unter Verwendung schwerer orthopädischer Schuhe (beidseitig) korrigiert.
In diesen Fällen sollten jedoch vielmehr normale, weiche und flexible Qualitätsschuhe mit einem rückseitigen Fersensupport verwendet werden.
Man sollte sich an einen Facharzt wenden, wenn diese Laufweise derart ausgeprägt ist, dass das Kind während der normalen Bewegung häufig über seine eigenen Füße stolpert oder sie auch nach dem 3. Lebensjahr noch fortbesteht. .

Wenn ein Kind humpelt und ohne erkennbaren Grund Schmerzen hat, sollte es von seinem Kinderarzt untersucht werden.

 

👍RICHTIG

 

Wenn ein Kind humpelt und Schmerzen hat, dessen Ursachen nicht auf einen Sturz, ein sonstiges Trauma oder einen Splitter bzw. einen Dorn zurückzuführen sind, sollte ein Termin beim Kinderarzt gemacht werden. Der Facharzt wird versuchen, die Ursachen für das Humpeln herauszufinden. Hierbei könnte es sich um eine gutartige, vorübergehende Synovitis, eine Infektion, Arthritis oder eine sonstige Pathologie handeln, die diagnostische Vertiefung und eine Therapie erfordert..