11 July 2018

Es ist Sommer, die Ferien haben angefangen, die Tage werden immer länger und alle verbringen auch abends viel Zeit im Freien. In der Dämmerung sind Stechmücken besonders aktiv, was unsere Kinder leider oftmals zu spüren bekommen.In Gebieten mit Seen, Pfützen oder sonstigen stehenden Gewässern ist man rund um die Uhr der Gefahr von Stichen ausgesetzt.
Mückenstiche kommen in unseren Breitengraden sehr häufig vor und verursachen eine kleine Verletzung in kreisförmiger, blasenähnlicher Form, die anschwillt und Juckreiz verursacht. Bei besonders empfindlichen Personen können sich größere Rötungen entwickeln, die gelegentlich etwas länger brauchen, um abzuheilen.
Es gibt eine persönliche Veranlagung für Stiche, weshalb einige Kinder auch weit häufiger als andere gestochen werden.
Wie auch immer, Sie brauchen deshalb keine Angst zu haben: In Italien können Stechmücken keine gefährlichen Krankheiten übertragen, wie es dagegen in tropischen oder subtropischen Ländern oftmals der Fall ist.

 

Wie sieht ein Stich aus?

 

An der unbedeckten Körperstelle, an der man gestochen wird (im Allgemeinen Gesicht, Hals, Arme und Beine) bildet sich die Stichverletzung. Hier schwillt die Haut an, rötet sich und es entsteht Juckreiz. Stichverletzungen können mehr oder weniger groß sein, was von der individuellen Hautreaktion abhängt, haben aber alle eine verdickte Stelle in der Mitte.

 

Was kann man tun, wenn man schon gestochen wurde?

 

Man kann ohne weiteres gar nichts machen und das Kind ausschließlich darum bitten, sich nicht zu kratzen, da dies zu Infektionen führen kann.
Erstreckt sich die betroffene Wunde über eine größere Fläche, kann man Arnikagel oder eine Cortison-Creme auftragen.Abzuraten ist dagegen von Pomaden die Antihistaminika enthalten.In seltenen Fällen mit starkem Juckreiz oder starker Lidschwellung sollte man sich vom Kinderarzt ein oral einzunehmendes Antihistaminikum verschreiben lassen.

In jedem Fall brauchen Sie keine Angst zu haben: In Italien können Stechmücken keine gefährlichen Krankheiten übertragen!

 

Was kann man vorbeugend gegen Stiche tun?

 

Familien, die auf Homöopathie setzen, können rechtzeitig vorbeugen, indem Sie mindestens einen Monat vor Beginn der Stechmückenzeit Ledum Palustre als Globuli verabreichen.Ich empfehle Ihnen jedoch, diesbezüglich Ihren Homöopathen um Rat zu fragen, um genaue Informationen zur für Ihr Kind bestgeeignetsten Dosierung und der Einnahmeart zu erhalten.

Für alle, die dagegen auf eine kurzfristige Vorbeugung setzen und erst dann eingreifen, wenn die Stechmücken sich bereits bemerkbar gemacht haben, habe ich folgende Tipps.

Wenn man sich im Freien aufhält, sollte man Kindern insbesondere nach der Dämmerung oder an Risikostandorten helle, langärmlige Shirts sowie lange Hosen anziehen und die unbedeckten Körperstellen mit Mückenspray einsprühen.Ein Naturprodukt, das gute Ergebnisse erzielt ist in diesem Fall ebenfalls Ledum Palustre, aber in der Sprayformel.
Wer herkömmliche Produkte bevorzugt, sollte Mückensprays mit Icaridin bevorzugen, das sehr wirksam und gut verträglich ist.Vermeiden Sie dagegen Produkte, die giftige DEET enthalten. Dies gilt insbesondere, wenn der Wirkstoff in hoher Konzentration enthalten ist.
Mückensprays sollten grundsätzlich auf die Hände von Erwachsenen gesprüht werden und dann auf die Haut der Kinder aufgetragen werden. Augen und Lippen sind hierbei sorgfältig auszusparen.Die Wirkdauer des Stechmückenschutzes beträgt 3–4 Stunden. Wieder Zuhause angekommen sollte man die behandelten Körperstellen mit Wasser und Seife abwaschen.

Zum Schutz vor Stechmücken in den eigenen vier Wänden empfehle ich die Anbringung von Fliegengittern, die sich mühelos an Fenstern befestigen oder über Wiegen. bzw. Bettchen positionieren lassen.Mückenstecker und Anti-Mückenspiralen sind wirksam, lassen jedoch die abwehrende Substanz in die Luft entweichen, die dann eingeatmet wird: Deshalb rate ich von einer Verwendung im Kinderzimmer ab. Dies gilt insbesondere, wenn Kinder sich darin aufhalten.Sollten Sie sie verwenden, denken Sie immer daran, den Raum gut zu lüften, bevor das Kind ins Bett geht und das Licht auszulassen.